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Rückblick


Rückblick auf 25 Jahre Familientradition

01. April 1986 - 01. April 2011

 

 

„Kunden mit Material werden bevorzugt“

Dieser Ausspruch wird  heute bei vielen jungen Leuten sicherlich auf Unverständnis stoßen.

Aber so hat das Baugeschäft vor 25 Jahren das erste Mal von sich reden gemacht und die Neueröffnung in der Zeitung  genau mit diesen Worten überschrieben.

 

Günter Schultz hat ein dreiviertel Jahr warten müssen, bis sein Gewerbeantrag bearbeitet und schließlich genehmigt wurde.  Erst sein Eintritt in die Liberal-Demokratische Partei Deutschland machte den Unternehmensstart möglich.

 

Am 01.04.1986 eröffnete der gelernte Zimmerer, der 1978 seinen Meistertitel für Hoch- und Ausbau erworben hat, mit drei Arbeitnehmern seine Firma "Baureparaturen Günter Schultz".

Seine Ehefrau Gertraud stand ihm dabei, gerade in der Anfangs- und Wendezeit, immer hilfreich zur Seite.

 

Günter Schultz erinnert sich:

"Arbeit gab es genug, aber an Material fehlte es an allen Enden und Ecken".

 

Ein zugewiesenes Kontingent von zwanzig Quadratmeter Spanplatten und sieben Kubikmeter Holz sollten ausreichen, vier Arbeiter ein ganzes Jahr zu beschäftigen.

 

Außergewöhnliche Beschaffungsmaßnahmen waren da gefragt, so

stellte sich beispielsweise die ganze Truppe (Bauherr, Verwandte und  Kollegen) beim Baustoffhändler an, um jeweils 2 Sack Kalk zu bekommen;

oder

ein beim Händler ankommender Waggon Steine wurde für den Verkäufer entladen, um ein paar Steine zusätzlich zu erhalten;

eine andere Möglichkeit bestand darin

das Holz in Abstimmung mit dem Förster sogar selbst im Wald zu schlagen.

 

Für seine Arbeitsweise galt für Günter Schultz stets das Motto, mit Ehrlichkeit, Sachverstand, Fleiß und kühlem Kopf zu handeln.

Große Sprünge, bei denen man die Bodenhaftung verliert, waren noch nie seine Sache, stattdessen arbeiten und wirtschaften mit Augenmaß.

 

Diese Tugenden kamen der Firma in der Wendezeit zugute.

 

1991 beschäftigte das Baugeschäft Günter Schultz bereits 10 Mitarbeiter und zehrte vorwiegend von kleineren Aufträgen der Einheimischen, wo die Zahlungsmoral noch stimmte.

 

Die so genannten "kleinen" Aufträge, sei es ein Wanddurchbruch, das Setzen einer Mauer, der Austausch von nur einem Fenster aber auch der komplette Hausneubau im unmittelbaren Umkreis machte unser Familienunternehmen von den unter der Zahlungsmoral leidenden Großaufträgen unabhängig.

 

Es gab Monate, da hatten wir 40 verschiedene Baustellen.

Dies bedeutete viel mehr Arbeit in Bezug auf  Angebotserstellungen, Preisanfragen, Materialeinkäufe, Rechnungsein- und ausgangsbearbeitung, ständige Baustellenwechsel, was wiederum ein super Organisations- und Koordinationstalent verlangte.

Aber genau diese Flexibilität und das Engagement jedes einzelnen dieser Firma war und ist es nach wie vor, was unser Unternehmen überleben und wachsen lässt.

 

Die Philosophie unseres Familienbetriebes war immer, gesund zu wachsen.

Darum haben wir auch nicht explosionsartig expandiert, sondern den Betrieb Stück für Stück ausgebaut.

 

Heute können wir uns glücklich schätzen, dass wir seit Jahren über eine Stammbelegschaft von 18 Arbeitnehmern und einer Angestellten verfügen.

 

Aber auch räumlich haben wir uns langsam vergrößert,

begonnen hat alles in einem Zimmer im Einfamilienhaus unserer Eltern, später kam ein zweites Zimmer dazu, 1997 zogen wir dann in die frei gewordene Werkstatt mit drei Büroräumen.

Im Jahr 1998 war es dann endlich soweit, dass die Gemeinde ein Gewerbegebiet erschlossen hat und wir hier Am Zirowberg ein Grundstück erwerben konnten.

2000 wurde unser Firmengebäude mit Lagerhalle, Büro und Einliegerwohnung fertig gestellt, seit 2002 ist hier auch unser Bürositz.

Der Traum "Alles unter einem Dach" hat sich damit für uns endlich erfüllt.

 

Für unsere Eltern hat sich sicherlich der Traum erfüllt, dass die Kinder mit dem gleichen Ehrgeiz und Geschick in ihre Fußstapfen getreten sind und für die Weiterführung des Familienunternehmens jeden Tag tatkräftig kämpfen.

 

So war Raymond, der Stahlschiffbauer gelernt hat, von Anfang an dabei und Andreas stieß 1990 nach Abschluss seiner Lehre zum Autoschlosser dazu.

Beide haben sich zum Meister qualifiziert, zum einen im Maurer- und zum anderen im Zimmererhandwerk.

Schließlich kehrte 1994 Cordula aus Berlin zurück, um als Dipl.-Betriebswirtin (FH) die Arbeit im Büro zu übernehmen.

 

1997 wurde das Einzelunternehmen in eine GmbH & Co. KG umgewandelt und wir Kinder wurden zu Kommanditisten.

Das Zepter behielt jedoch als Geschäftsführer Günter Schultz in der Hand.

 

Nach 4jähriger Beobachtung und mit "ruhigem Gewissen", so die Worte des Seniorchefs, hat unser Vater vor 10 Jahren den Entschluss gefasst, sich zurückzuziehen und die Geschicke des Familienunternehmens in unsere Hände zu legen.

Oft steht er uns noch mit Rat und Tat zur Seite, aber ansonsten genießt er das Rentnerdasein.

 

Mit Stolz können wir heute auf das Geschaffene zurückblicken, überall hinterließ unser Handwerksbetrieb seine Spuren und verschönerte das Gesamtbild der Usedomer Seebäder.

 

So manches Haus haben wir in Ahlbeck und der näheren Umgebung gebaut, bestehende Häuser mit modernen Fenstern oder einer neuen Fassade verschönert sowie Wohnungen im Innenbereich saniert und modernisiert.

Der Bausituation angepasst haben wir uns seit ca. 11 Jahren auch auf die Altbausanierung spezialisiert, u.a. die von denkmalgeschützten Villen.

 

Ca. 50 Jahre vor Christi erkannte bereits der römische Redner und Schriftsteller Cicero, dass keine Schuld dringender ist, als die, Dank zu sagen.

 

Darum möchte die jetzige Geschäftsleitung die Gelegenheit nutzen und sich für die aufopferungsvolle Arbeit bei unserem Vater und Firmengründer, Herrn Günter Schultz  sowie seiner Ehefrau, von ganzem Herzen zu bedanken.

Unser Dank gilt gleichermaßen unseren Ehepartnern, die uns immer den Rücken freigehalten haben.

 

Aber auch unsere Mitarbeiter seien hier genannt, ohne deren geleistete Arbeit und Einsatzbereitschaft kein Haus hätte gebaut werden können. 

 

Für die gute Zusammenarbeit und jahrelange Treue möchten wir uns auf diesem Weg natürlich auch bei all unseren Kunden und Geschäftspartnern aufrichtig bedanken.

 

Unseren Dank verbinden wir mit der Hoffnung,  dass wir auch in den nächsten Jahren

alle gut zusammenarbeiten werden,

denn nur ein Miteinander hilft uns, gemeinsam alle Hürden mit Erfolg zu überwinden.

 

Raymond Schultz                 Andreas Schultz             Cordula Möller

 

Seeb. Ahlbeck, 01.04.2011